Großes Interesse an der neuen Veranstaltungsreihe „Landwirtschaft in der Region“ der GRÜNEN Ortsgruppe.
Mehr als 25 Teilnehmer:innen machten sich am Samstag, den 15.2.2024 in Baierbrunn mit der Ortsgruppe der Grünen auf den Weg zum SeitzHof. Ziel dieses neuen Angebots war es, den Teilnehmer:innen ein Bild von den vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen in der Landwirtschaft zu vermitteln.
Der SeitzHof bietet hierzu die besten Voraussetzungen. Bereits 1984 haben Anni und Josef Seitz ihren Hof auf Ökolandbau umgestellt. Damals ein sehr mutiger Schritt, denn in Deutschland gab es nur einige hundert Biohöfe (heute sind es 37.000), also wenig Möglichkeiten für einen Austausch mit Kollegen oder auch wenig Vermarktungsmöglichkeiten. In der Gesellschaft war der Ökolandbau damals noch nicht gut angesehen und man musste sich so manche kritische Bemerkung anhören. In einem zweiten mutigen Schritt hat sich das Ehepaar Seitz vor zwanzig Jahren dazu durchgerungen, mit dem gesamten Hof umzuziehen, um der beengten Dorf Lage zu entkommen. Aber dieser mutige Weg hat sich gelohnt.
Zukunftsfähig mit der neuen Generation
Denn die neue Generation führt den Hof engagiert weiter. Auch Bärbel Seitz, die Tochter, die vor sechs Jahren die Hofnachfolge angetreten hat, hat einige mutige Entscheidungen getroffen, um den Hof zukunftsfähig zu machen.
So hat sie, um dem Arbeitskräftemangel entgegenzutreten, in einen Melkroboter investiert. Diesen konnten die Teilnehmer:innen am Samstag in Aktion bewundern. Beeindruckend war auch die Milchtankstelle, an der man rund um die Uhr die Rohmilch vom SeitzHof zapfen kann.
Interessiert hörten die Besucher:innnen außerdem die Ausführungen von Bärbel zur Vermarktung und Verarbeitung, die direkt am Hof stattfindet. Denn einmal pro Monat werden eigene Tiere fachgerecht von Metzgern am Hof verarbeitet und die Produkte direkt im Hofladen verkauft. Per Newsletter werden die Kunden über die Angebote informiert.
Es war ein toller Einblick, bei dem die Teilnehmer:innen sehen konnten, dass die Familie Seitz engagiert das Thema Tierwohl und die Nachhaltigkeitsaspekte in die Praxis umsetzen. Wermutstropfen waren die Schilderungen der Bürokratie, die nach Bärbels Beschreibung ein erhebliches Maß an Zeit in Anspruch nimmt und eine große Hürde bei der täglichen Arbeit bedeuten.
Unser Fazit: Es war ein toller Einblick in die Landwirtschaft in unserem Dorf und die Arbeit eines Biohofs. Wir haben sehr viel gelernt und freuen uns, dass es in Baierbrunn einen Hof gibt, der so engagiert und zukunftsfähig ist. Herzlichen Dank an Bärbel Seitz.
Zum Anschluss konnten wir uns bei Krapfen und Kaffee noch stärken und gemütlich austauschen.
Elisabeth Peters
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